Gedanken vor der Weltreise

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Heute geht es los. HEUTE GEHT ES LOS. Wir können es uns gar nicht oft genug sagen, denn es ist einfach unbegreiflich. Wir haben einiges riskiert, mutig Entscheidungen getroffen und uns vorbereitet.

Das sind unsere Gedanken vor der Weltreise

Vier Wochen to go

Vor vier Wochen haben wir das letzte Mal unsere Wohnungstür zugezogen und den Schlüssel bei unserem Nachmieter eingeworfen, welcher jetzt in unserer geliebten Dachgeschosswohnung wohnt. Eigentlich wollen wir nicht, dass jemals nochmal jemand da wohnt und auf unserem Balkon sitzt, in unseren Kühlschrank schaut, bei dem noch nie das Licht funktioniert hat oder in unserem Schlafzimmer schläft. Davon können wir unsere Vermieterin aber wahrscheinlich nicht überzeugen. Lieber Nachmieter halten Sie die Wohnung in Ehren. Andererseits haben wir uns aber auch total gefreut, denn nun war der erste große Meilenstein erreicht. Wochenlang haben wir Kisten gepackt, ausgemistet, Dinge verkauft und Sachen zu Michas Eltern gebracht. Und das hat sich alles schon super befreiend angefühlt – vor allem das Ausmisten. Was man nicht alles über die Jahre angesammelt hat. Wir freuen uns schon richtig auf die minimalistische Lebensweise, die vor uns liegt, wo alles was wir brauchen in zwei Backpacks verstaut werden kann.

Drei Wochen vor Abflug verlassen wir unser Unternehmen

Vor drei Wochen dann sind wir das letzte Mal durch die Türen unseres Arbeitgebers gelaufen – ausversehen händchenhaltend, weil wir so wahnsinnig aufgeregt waren vor der Weltreise. Das ist uns tatsächlich das erste Mal passiert. Wahrscheinlich dauert es auch noch eine ganze Weile, bis in unserem Kopf angekommen ist, dass wir in diesem Jahr nicht mehr arbeiten müssen. Definitiv war es aber auch ein mulmiges Gefühl den eigenen Schreibtisch zu putzen, an welchem man wirklich gerne gearbeitet hat und die letzten Habseligkeiten und Pfandflaschen in eine Kiste zu packen. Die paar Kollegen, die am Freitag um 15:00 Uhr noch da waren, standen im Flur und haben uns gewunken. Zweiter Meilenstein, check. Der eine kann es direkt realisieren, für die andere fühlen sich die ersten Tage Resturlaub an, als würde man blau machen. Gefühlsachterbahn also schon vor der Weltreise in vollem Gange.

Die letzten drei Wochen als Vorbereitung

Die letzten drei Wochen dann in Malinas Heimat, haben wir uns in einem Schwebezustand befunden. Das reinste Gefühlschaos! Im Oktober, als wir uns für die Weltreise entschieden haben, war alles viel realer als es nun ein paar Wochen vor dem Start war. Wir können es nicht fassen, dass es bald losgeht. Wir freuen uns unwahrscheinlich auf das was kommt, auf das Ungewisse. Auf die fremden Kulturen, die unser Denken verändern werden. Auf die Menschen, die uns inspirieren werden.  Auf die tollen Erlebnisse, die uns ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden. Auf das Essen, welches uns hoffentlich schmecken wird. Auf die gemeinsame Zeit, welche uns noch enger zusammenschweißen wird. Denken aber auch das erste Mal „puuuuh schon krass, was wir vorhaben, wird sicher nicht immer leicht“, an den Abschied von der Family am Flughafen oder wie das ganze Backpacking wohl für uns sein wird. Allerdings nicht ein einziges Mal stellen wir unsere Entscheidung infraget! Das gesamte Vorhaben und der Zeitpunkt fühlen sich einfach total richtig an.

Wir haben noch unzählige tolle Nachrichten von unseren Freunden bekommen, konnten uns von jedem verabschieden und für uns wurde die wohl gelungensten Überraschungsparty ever geschmissen. Wir hatten wirklich keinen blassen Schimmer.

Die letzten Minuten vor der Weltreise

Nachdem wir uns heute herzzerreißend von Malinas Familie verabschiedet haben, sitzen wir nun also im Flieger nach Vietnam. Gerade über Mashhad – müssen wir nachher mal nachschauen, wo genau das liegt. Und das erste Mal im T-shirt, weil es so warm ist und zur Einstimmung auf die nächsten Monate. Ohjaa da freuen wir uns auch total drauf – endlich dem kalten deutschen Winter entfliehen. 4,5 Stunden sind schon geschafft, 6 liegen noch vor uns. Wer uns kennt, wird kaum glauben, dass wir eben erst das erste Mal eingenickt sind. Normalerweise schlummern wir beide schon vor dem Start ein und wachen pünktlich zum Essen wieder auf. Heute ist aber alles anders und alles so unglaublich aufregend. Beim Takeoff haben wir uns fest an den Händen gehalten und gesagt: jetzt fängt das wohl größte Abenteuer unseres Lebens an.