Lombok – Rollerfahren im Bracelet Paradies

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Kuta war für uns vor allem eins: die Strände mit dem Roller erkunden. Wir haben uns nach 2 Wochen Vollpower in Vietnam hier ein bisschen Zeit zum Relaxen gegönnt. Insgesamt hat uns Kuta eigentlich sehr gut gefallen, unser Aufenthalt wurde allerdings von den teils sehr aufdringlichen Menschen überschattet. Vielen Bekannten von uns hat es hier aber super gefallen. Wir waren hier am Anfang unserer Weltreise, mittlerweile würden wir sicher einen besseren Weg finden damit umzugehen. Ein Hinweis vorneweg:

„You wanna buy bracelet? Good price“ – wir trauen unseren Augen kaum als alle 10 Minuten kleine Kids, vielleicht gerade 7 oder 8 Jahre alt, vor uns stehen. In der Hand jeweils ein Holzbrett mit gar nicht mal so schönen Armbändern. Einem ersten Schock folgt mit der Zeit eine immer größer werdende Abneigung, weil die Kinder nicht nur kurz fragen, ob man etwas kaufen möchte, sondern sich mit an den Tisch im Restaurant, die Liege am Strand oder den Sarong beim Sonnenuntergang setzen, bis man ihnen 3 Minuten lang ein ‚Nein‘ unter die Nase gerieben hat.

1| Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights und Tipps für Kuta

Die Stadt mit dem Roller erkunden

Für uns geht hier in Kuta der Spaß los, denn es heißt das erste Mal in Asien: Rooooller fahren! Was wir uns in Vietnam nicht getraut haben, wird jetzt allesnachgeholt.

Wir bekommen eine kurze Einweisung und den Hinweis ‚das gelbe Benzin tanken‘. An jeder Straßenecke verkauft hier Jedermann abgefüllt in Glasbehälter oder Plastikflaschen blaues oder gelbes Benzin. Was auch immer wirklich in diesen Flaschen ist, es kostet genauso viel wie Wasser.

Das Rollerfahren ist in so einer Szenerie ein tolles Erlebnis und geht definitiv als eigenständiges Programm durch.

Kosten: Einen Roller auszuleihen kostet pro Tag 50,000 IDR (ca. 3 EUR). 1l Benzin kostet 10.000 IDR (ca. 0,60 EUR).

Beachtime

Tanjung Aan: türkisblaues Wasser, weißer Strand, süße Strandhäußchen mit Liegen zum Chillen und kaum andere Menschen. Wir suchen uns ein paar Sitzsäcke-ähnliche Liegen aus, hüpfen ins Wasser – super angenehme Temperatur – und nehmen unseren Lunch mit Blick aufs Meer ein. Wunderschön! Plötzlich springen sie aber auch hier wie wild aus den Büschen: Die Bracelet Kids!

Auch hier gelingt es uns nicht vor ihnen zu flüchten. Dieses Mal wollen sie Schnick-Schnack-Schnuck um ein Bändchen spielen. Gewinnen wir, bekommen wir eins Gratis, verlieren wir, müssen wir eins kaufen. Verlockendes Angebot, doch auch da passen wir. Die Suchtgefahr wäre für Micha dann doch zu hoch gewesen.

Mawun: Wir schnappen uns wieder unseren Roller und fahren eine wunderschöne Strecke bis zum hier her. Um uns herum nur grün: Palmen, Reisfelder, gut ausgebaute Straßen und die Sonne scheint.

Mawi: Der Ausflug hier steht ganz unter dem Motto: der Weg ist das Ziel. Straßen, die es so in Deutschland niemals gäbe. Schlaglöcher, so groß wie puuh, eigentlich besteht die ganze Straße einfach nur aus Schlagloch. Die Wege sind so eng, dass man hier nur mit dem Roller entlangfahren kann. Es geht berghoch, bergrunter. Wir fahren an Kühen, Hühnern und Affen vorbei… und als wir schon nicht mehr daran glauben, dass wir auch nur ansatzweise richtig sein könnten, wir quasi mittlerweile vergessen hatten wo wir eigentlich hinfahren, taucht er doch am Horizont auf – der Mawi Beach. Wir stellen unseren Roller ab und blicken direkt entgegen der Sonne. Das Wasser spiegelt die Sonne wider und die alten Bambushütten tragen erheblich zum richtigen Surferfeeling bei.

Seger Beach: als wir beim Seger Beach waren, war einfach kein anderer Mensch da. Das war ein bisschen spooky aber natürlich auch cool. Hier gab es allerdings keine Liegemöglichkeit. Trotzdem lohnt es sich hier mal auf den kleinen Felsen zu klettern, von welchem man eine tolle Aussicht hat (Sunset!)

Sonnenuntergänge

Wir haben uns einen Sonnenuntergang vom Seger Beach angeschaut. Aber auch der Merese Hills Sunset soll ein toller Spot sein.

Livemusik in den Restaurants genießen – oder selbst spielen

Jeden Abend suchen wir uns in Kuta eine hippe Location zum Abendessen. Hohe Decken, Rohbau, freigelegte Balken, Stahlträger, fancy verziert und lässige Inneneinrichtung. Wir favorisieren die Restaurants, in denen Livemusik gespielt wird. Das ist hier keine Seltenheit, wir finden fast jeden Abend Liveentertainment. Und hätten wir eine Kleinigkeit früher gewusst… Unser Homestay-Besitzer hat selbst auch ein Lokal (Cafe 7), in dem er immer wieder Touristen zum Musikmachen einlädt. Sie spielen ein paar Songs, dafür bekommen sie gratis Essen und Trinken. Wie cool, das wäre es doch gewesen…

2| Was gibt es noch, was wir nicht gesehen haben?

  • Surfen: Nach Kuta kommt man eigentlich hauptsächlich aus einem Grund: es ist einer der Surfer-Hotspots in Lombok. Also auf die Bretter, fertig, los! Der Selong Belanak Beach scheint der beste Spot dafür zu sein.
  • Yoga (+ free Cinema): Wir sind keine Yoga-Fans, aber uns wurden Mana Yoga (jeden Abend um 19.30 Uhr ist hier auch Kino) und Ashtari Yoga empfohlen.
  • Benang Kelambu Wasserfall: uns war der 1,5 stündige Weg von Kuta aus schlicht zu weit, da wir im Rollerfahren noch nicht so geübt waren. Hier gibt’s weitere Infos.
  • Stadt, wo Einheimische leben: etwas weiter Richtung Norden soll es ein kleines Dörfchen geben, wo man viel über die Einheimischen und deren Kultur lernen kann.
  • Bangkang Cave – Fledermaus Höhle: von dieser super coolen Attraktion haben wir erst nach unserem Lombok-Aufenthalt gelesen. Schade, hier hätten wir definitiv vorbeigeschaut. Weitere Infos zur Fledermaus Höhle haben wir bei Wanderers and Warriors gefunden.

3| Unser Food-Guide: Essen in Kuta

  • Palate: jeden Abend Live Musik und günstiges local food und teureres westliches Essen
  • Milk Espresso Bar: in chilligen Hängestühlen kann man hier lecker healthy food aber auch Burger futtern
  • Bus Bar: der VW Bus ist die Bar – auf jeden Fall einen Besuch wert
  • Nuggets Corner: alles rund um Chicken. Super lecker aber leider etwas teurer
  • The Mexican in Town: Burrito-Heaven
  • Surfers Bar: waren wir selbst nicht, soll aber toll sein
  • Crêpe-Stand (am Ende der Straße, kurz vor der Kreuzung): geilooo

4| Transport: In und rund um Kuta

Vom Flughafen aus sind wir mit Grab bis zu unserer Unterkunft gefahren. Kosten: ca. 80.000 IDR (ca. 4,90 EUR). Von Kuta sind wir dann mit einem privaten Driver gefahren. Überall wird gesagt, dass hier kein Grab und Co aus den Städten rausfährt (nur vom Flughafen in die Städte rein) und wir haben das für unsere 2 Fahrten in Lombok noch gutmütig geglaubt. Am besten aber trotzdem mal die Apps checken. Da sind wir leider erst in Bali draufgekommen. Und dort fahren sie, auch wenn überall Schilder hängen, dass es verboten sei.

Hinweis: am Flughafen wird man belagert von dutzenden von Taxifahrern, die einem teilweise penetrant hinterherlaufen. Das haben wir so krass nirgendwo anders in Asien erlebt. Wenn man das weiß, kann man sich seelisch, moralisch und mental auf diesen Ansturm einstellen, so war es für uns ein kleiner Schock.

5| Unterkunft: Dieses Hostel/Hotel können wir für Kuta empfehlen

Wir waren im Maharani Homestay und können dieses sehr empfehlen, der Besitzer spricht sogar Deutsch. Angeschaut haben wir uns auch das Pipe Dream Villas Resort, bestimmt etwas teuer aber es sah toll aus.

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