Ubud – Im Herzen Balis

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In dem Moment als wir in Ubud ankommen, spüren wir, dass wir uns hier wohlfühlen werden. Das kleine Städtchen zieht uns in seinen magischen Bann. Wir richten uns ein und verlieren keine Zeit loszukommen, um Ubud zu erkunden. Kleine Gässchen, schön angelegte Fußgängerzonen, steinerne Häuser, verzierte Läden – wir fühlen uns direkt willkommen. Die Cafés sind gemütlich eingerichtet: kleine Sitzecken, stylishes Mobiliar, kleine Brunnen im Hintergarten und leckeres Essen. Die Gegend hat so eine Vielfalt zu bieten, die wir voll ausschöpfen möchten.

1| Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights und Tipps für Ubud

Der Monkeyforest

Der Monkeyforest inmitten der Stadt – da sind wir ja mal gespannt. Wir kommen in die Nähe des Eingangs, da springen schon die ersten Affen vor uns herum und damit nicht genug, Malina hatte bereits gelesen, dass die Tiere sehr frech sind. Und das sind sie… Malina möchte noch schnell ihre Kette ausziehen, dass sie nicht geklaut wird und schon ist ein Affe auf ihre Schulter gehüpft. Das kleine goldene Täschchen, in das die Kette rein soll, ist super interessant für den Affen. Etwas in Panik, übergibt Malina Micha schnell das kleine Täschchen, der gleich den Affen dazubekommt. Eigentlich kein Problem, Täschchen sicher, Halskette ist drin, Affe sitzt auf Micha – leider war jetzt noch der Rucksack offen. Da passiert es und das Äffchen klaut uns eine Creme aus unserem Rucksack und springt von Michas Rücken. Wenn das mal nicht ein toller erster Eindruck für das ist, was wir jetzt vorhaben. Wir verstauen alles Wichtige so, dass wirklich kein Tier drankommt und verschnüren unseren Rucksack. Und dann staunen wir nicht schlecht, in was für eine andere Welt wir hier plötzlich inmitten der eigentlichen Stadt abgetaucht sind.

Wie eine Urwald-Affenstadt in Mitten von Ubud. Ein paar Wärter verteilen immer wieder Essen an die rumstreifenden Affen und geben Touristen auch ein Stück Banane in die Hände, sodass sich die Äffchen mit den Touristen ablichten lassen. Einen längeren Pfad gibt es durch den Affenwald.

Wir finden Gefallen an dieser Welt und an den nicht ganz so hübschen Tieren -aber süß sind sie allemal. Und je kleiner sie sind desto goldiger werden sie. Nur schweren Herzens verlassen wir den Monkeyforest kurz vor Schließzeit mit den Worten: „hier müssen wir auf jeden Fall nochmal hin, oh Gott wie süß“.

Kosten: 50000 IDR (ca. 2,70 EUR) pro Person

Dauer: 1h-3h

Sonstiges: Man sollte tatsächlich sehr auf seine Wertsachen und sein Essen aufpassen.

Wasserfall 1 – Tibumana Waterfall

Wir folgen der Beschilderung und dann stehen wir auf dem Parkplatz für die Wasserfallattraktion. Ca. 50 Stufen steigen wir von dem Parkplatz aus hinab und erblicken einen kleinen „Vorgarten“, mit einer Holzbrücke und einem Bach. Nicht allzu weit entlang der Brücke, die Sicht ist noch bedeckt, hören wir bereits den Wasserfall. Als wir um zwei Ecken weiter gehen ist er da, in voller Pracht. Wir schauen von unten den mächtigen knapp 40 Meter hohen Wasserfall empor.

Es sind kaum andere Menschen da. Badesachen an und nichts wie rein in das kleine Becken, in welches der Wasserfall mündet. Ein echt schönes Naturspektakel. Die Sonne strahlt uns ins Gesicht und färbt das Becken und den Kelch am Boden rundherum in einen magischen Schimmer.

Kosten: Parkgebühren 5000 IDR (ca. 0,10 EUR)

Dauer: Fahrtzeit mit dem Roller ca. 50 Minuten, 10 Minuten Fußweg die Stufen hinab.

Wasserfall 2 – Tukad Cepung Waterfall

Gleiche Attraktion, gleiches Spiel beim Parken. Auch hier steigen wir wieder einige tiefe Treppen hinunter, laufen an einem angelegten Bach entlang, der unter anderem zur Bewässerung der umliegenden Felder dient und stehen dann in einer, ja fast schon Höhle. Irgendwie hatten wir uns Wasserfälle in hochgelegenen grünen Umgebungen vorgestellt. Aber wir sind ja Explorer, also auf geht’s. Das Gestein ragt links und rechts 20 Meter nach oben und das Licht wird noch von Pflanzen abgehalten. Entgegen der Fließrichtung des Wassers erkunden wir die höhlenähnliche Landschaft.

Große Felsbrocken blockieren den Weg, doch das Wasser findet hier seinen Pfad und wir auch. Plötzlich hören wir das Einschlagen des Wassers. Der Wasserfall muss hier in der Nähe sein. Noch durch ein paar Felsspalten gedrückt und dann ist er da auch. Er bricht von oben in die Höhle, rundherum Gestein und ein Becken, dass dann in dem Gesteinspfad seinen Weg findet. Wie eine geheime Höhle sieht das von unten aus. Echt faszinierend diese Gewalten der Natur.

Kosten: Parkgebühr 5000 IDR (ca. 0,10 EUR), Eintritt 10000 IDR (ca. 0,60 EUR) pro Person

Dauer: Fahrtzeit mit dem Roller ca. 40 Minuten, 10 Minuten Fußweg zum Wasserfall

Die Holy Springs – Pura Tirta Empul

Wir betreten den Tempel mit den heiligen Quellen, bekommen am Eingang ein Sarong und schlendern über den großen Platz inmitten der Tempelanlage. Bei den heiligen Quellen gibt es ein Ritual – das ‚Melukat‘ – Reinigung des Geistes und des Körpers. Auf dieses sind wir sehr gespannt. In der Nähe der Holy Springs werden wir direkt von einem netten Tempelwächter angesprochen. Er gibt uns eine Einweisung für das heilige Ritual (– aber Vorsicht! Was wir nicht wussten, für die Einführung und die begleitete Durchführung des Rituals verlangte er von uns eine Entlohnung, nachdem wir das komplette Ritual durchgeführt hatten).

Wir beobachten das Ganze erstmal: in einem Becken inmitten der Tempelanlage tümmeln sich ziemlich viele Touristen und Einheimische, die gerade die Zeremonie durchführen.

Mit dem ganzen Körper, umhüllt von einem Sarong lassen sie sich aus den 20 Fontänen ansprühen, waschen ihr Gesicht, ihren Kopf und ihren Geist. Zunächst leihen wir uns Gewänder und bekommen dann den Ablauf genau erklärt: An den 10 Fontänen des ersten Beckens legen wir die Hände zusammen, wünschen uns etwas und lassen dann das Wasser über den Kopf laufen. Die nächste soll gegen Alpträume helfen und die letzten Fontänen im zweiten Becken sollen Sünden vergeben. Bei jeder Fontäne bitten wir Buddha um die Reinigung von Geist und Körper. Wir führen die Zeremonie durch und beenden die Reinigungszeremonie und klettern tiefgefroren aus dem Wasserbecken. Dann geht es noch zum Gebet am Altar. Wir bekommen eine Blume hinter das Ohr als Zeichen für unseren direkten Kontakt zu einem höheren Gott und beenden das Ritual. Mit neuer Energie verlassen wir den Tempel und haben unsere spirituelle Ader entdeckt.

Kosten: Parkkosten 5000 IDR (ca. 0,10 EUR), Eintritt Tempel 10000 IDR (ca. 0,60 EUR) pro Person, Ausleihen Sarong zur Bedeckung kostenlos, Ausleihen Kutten für das Ritual 20000 IDR (ca. 1,20 EUR) pro Person,
Wenn man möchte kann man eine angeleitete Durchführung machen, dafür einfach den Tempelwärter ansprechen 70000 IDR (ca. 4,30 EUR) pro Person.

Dauer: Fahrt zum Tempel 40 Minuten, Tempel erkunden und Ritual durchführen 1 ½ h

Sonstiges: Wir waren etwas erstaunt, als der Wächter nach der Einführung und dem Ritual eine Entlohnung fordert. Daher im Vorfeld vielleicht einmal mehr fragen.

Tegalalang Reisterrassen

Die Reisterrassen sehen wunderschön aus und erinnern uns sofort an Sapa in Vietnam. Sie unterscheiden sich allerdings dadurch, dass das Grün uns hier quasi entgegenstrahlt, weil der ganze Reis am Blühen ist. Ein Mittagessen mit View nehmen wir am Rande der Reisterrassen ein und freuen uns, hierher gefahren zu sein.

Kosten: Eintritt 20.000 IDR (ca. 1,20 EUR) pro Person

Dauer: wir haben die Terrassen nur wenig erkundet und waren mit ca. 1h happy. Möchte man ein wenig mehr sehen dann sicher 2h – 4h.

Sonstiges: An den Reisterrassen am besten nicht den Autos auf den Parkplatz folgen, sondern einfach an der Straße parken, so spart man sich den Eintrittspreis. Die Reisterrassen sind frei zugänglich. Fährt man allerdings auf den Parkplatz (so wie wir) dann muss man an einem Eintrittshäuschen vorbei und zahlt eben Eintritt.

Die Kunang Kunang Tour

Eine kleine Tour mit Abendessen und dann zu den magischen Feldern. Eine sehr romantische Tour und deshalb für uns ein Highlight. Wir stehen nach dem Abendessen in einem wundervollen Restaurant, nach einer Shuttlefahrt, inmitten von Reisfeldern. Weit und breit keine Menschenseele, nur die Reisfelder, unser Guide, wir zwei und die Sterne. Ein kleiner Nachtspaziergang und dann sind sie da: Glühwürmchen. Kunang Kunang!

Zwei Stunden beobachten wir die kleinen fliegenden Glühbomben und tauchen in Mitten der Reisfelder in eine Traumwelt ab. Unser Guide erzählt uns einiges über die Würmchen und die Kultur in Bali. Außerdem erklärt er, dass es im indonesischen keine Mehrzahl gibt, also ein Glühwürmchen: Kunang, zwei Glühwürmchen: Kunang Kunang. Eine vorbeisausende Sternschnuppe rundet dieses magische Ereignis ab.

Kosten: 43,00 EUR als Tourangebot bei ‚GetYourGuide‘

Dauer: Fahrt zum Restaurant 20 Minuten, Abendessen 1h, Fahrt zu den Reisfeldern 45 Minuten, Reisfeldtour 2h, Rückfahrt 45 Minuten

Sonstiges: Für uns eine Tour an Malinas Geburtstag – Micha hatte die Orga heimlich gemacht, was für Malina ein tolles Event am Abend war.

2| Was gibt es noch, was wir nicht gesehen haben?

  • Den Campuhan Ridge Walk konnten wir leider nicht machen, da wir dann überraschend ins Krankenhaus aufbrechen mussten. Den hätten wir gerne noch gesehen! Glück im Unglück: Aufgrund unseres ungeplanten Weges nach Despensar geht unsere Reise auf Nusa Penida weiter und das war ja wohl der Hammer!
  • Wasserfälle: die gibt es wirklich reichlich um Ubud und warten nur darauf, erkundet zu werden. Wir haben hier eine gute Übersicht gefunden.

3| Unser Food-Guide: Essen in Ubud

  • Warung D’Atas Grill & BBQ – sehr leckeres BBQ. Der Mann des Hauses spielt ab und zu Livemusik mit seiner Gitarre und ist sehr freundlich
  • Cantina – ein süßes kleines Café zum relaxen und genießen
  • Nessa Warung – richtig schön im Hinterhof zu sitzen mit angelegtem Teich und gutem Essen
  • Ithaka Ubud – etwas außerhalb aber den Trip sicher wert. Richtig leckeres Essen. BBQ, Reis, Hähnchen und vieles mehr (leider auch etwas teurer)

Außerdem reihen sich in der Jl. Goutama Sel. Und der Jl. Hanoman sämtliche Bars und Restaurants mit riesiger Auswahl.

4| Transport: In und rund um Ubud

In Ubud kommt man sehr gut mit einem Scooter von A nach B. Mit 50.000 IDR (ca. 3,00 EUR) am Tag unschlagbar. Möchte man nicht selbst fahren, gibt es private Driver. Die Fahrten sind aber um einiges teurer – alternativ Grab.

5| Unterkunft: Dieses Hostel/Hotel können wir für Ubud empfehlen

Für uns war das ‚Wayan Guest House‘ eine traumhafte Unterkunft mit excellenten Frühstück und guter Lage in Ubud. Wir konnten uns einen Roller leihen und bei dem Shop um die Ecke alle nötigen Besorgungen erledigen. Auch eine Wäscherei ist zwei Häuser weiter.

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