Bako Nationalpark – auf der Suche nach Nasenaffen

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Unser zweitägiger Ausflug in den Bako Nationalpark besteht aus zwei Missionen: 1. Nasenaffen beobachten und 2. Überhaupt einmal in den Dschungel gehen – das ist nämlich unser erstes Mal. Die Luftfeuchtigkeit ist wie zu erwarten echt hoch und so reichen uns an den zwei Tagen 4 Trails. Der Bako Nationalpark ist ein tolles Highlight für uns auf unserem Trip und ein Must für eine Borneo-Reise.

1| Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights und Tipps für den Bako Nationalpark

Die Ankunft im Bako Nationalpark

Mit dem Boot geht es Richtung Nationalpark. Die Aussicht vom Wasser aus, ist direkt fantastisch.

Steinformation Bako Nationalpark

Wir steigen direkt am Strand des Bako Nationalparks aus. Es ist seichtes Wasser und deswegen lässt uns unser Bootsmann hier raus. Wir bekommen nasse Füße haben aber zum Glück unsere Flip Flops an. Anderweitig gibt es einen Steg an dem das Boot anlegt. Von dort sind es etwa 500 Meter bis zum Headquarter. Am Headquarter muss sich jeder Gast anmelden und sich entsprechend der Buchung in ein Buch eintragen. Tagestrip mit Rückfahrt oder mit Übernachtungen. Ein freundlicher Ranger erklärt uns alles Wichtige: die verschiedenen Trails bekommen wir auf einer Map gezeigt und darüber den Hinweis, auf welchen wir die berühmten Nasenaffen beobachten können.

Trail Übersicht Bako Nationalpark

Hinweis: man kann sich auch von einem Boot z.B. beim Trail Nr. 7 am Meer abholen lassen oder hinbringen lassen, so ‚muss‘ man dann nur einen Weg zurücklegen.

Wir lagern unser Gepäck in einem Holzbungalow mitten im Grünen, in dem wir die Nacht verbringen werden und begehen noch am selben Tag 2 Trails.

Trail Nr. 3

Nach ca. 10 Meter läuft uns der Schweiß nur so den Körper herunter. Es geht berghoch, bergrunter über Wurzeln, unter Baumstämmen und Felsen her und Holztreppen hoch. Der Dschungel ist für uns ein riesiges Erlebnis: die Bäume, die Lianen und dann die vielen Geräusche.

Trail Nr. 3 im Bako Nationalpark

Zunächst tasten wir uns Schritt für Schritt den Trail entlang. Ein wenig Respekt haben wir schon alleine in die Weiten der Natur einzudringen. Direkt entdecken wir auch die ersten Tiere: Schlangen, Krebse, einen Neonfarbenen Mini-Skorpion und vorne als wir das Ende unseres Trails erreichen, können wir die Schlammhüpfer am Strand beobachten.

Auf dem Rückweg raschelt es plötzlich auf der rechten Seite etwas lauter. Wir bleiben sofort stehen und schauen ganz gespannt Mitten in den Dschungel und da, tatsächlich: 2 Nasenaffen. Wir können die lustigen Nasen zwar nur erahnen, da die beiden so weit weg sind, aber wir freuen uns trotzdem total, sie entdeckt zu haben. Auch wenn wir jetzt schon eine Weile in Asien unterwegs sind, finden wir es immer noch total witzig Affen in freier Wildbahn zu sehen. Und wenn es dann so außergewöhnliche sind, ist das natürlich nochmal spannender. Die Ablichtversuche lassen leider zu wünschen übrig. Sie sind einfach zu weit Weg.
Kosten: keine
Dauer: 1 ½ h

Die Nachttour/ Trail Nr. 4

Der Dschungel in der Nacht ist etwas ganz Besonderes. Neben den vielen Geräuschen und Kleintieren fühlen wir hier auch immer wieder eine kleine Anspannung. Wir sind eine recht große Gruppe und haben 4 Guides dabei. Allen voraus: Mr. Success. Ist kein Scherz, er wurde uns wirklich so vorgestellt. Um Punkt 8 geht es los. Bei der Nachtwanderung läuft man Trail Nr. 4 (den kann man also am Tag auslassen). Mr. Success läuft zielstrebig hinter einen der Bungalow und präsentiert uns dann ganz stolz eine kleine gelbe Schlange, „the second most dangerous one, after Cobra. Take a picture!“

Grüne Schlange im Bako Nationalpark

Alle Nachtwanderer schießen fleißig ein Bild und wir staunen, woher Mr. Success nun wusste, dass die Schlange genau dort ist. „She is a lazy one, she is always there.“ Wir fühlen uns ungefähr wie in der 4. Klasse, als wir das letzte Mal eine Nachtwanderung gemacht haben und sind ganz gespannt, welches Tier uns als nächstes über den Weg läuft. Und wir müssen auch nicht lange warten, denn wir haben Glück und sehen ein Flying Lizard, sogar mit Baby. Diese beiden Tiere sind am Ende auch unsere Lieblinge gewesen. Außer diesen haben wir aber noch zig andere Krabbeltiere, kleine Frösche, Catfishs und glowing mushrooms gesehen.
Kosten: 10 RM (ca. 2 EUR) pro Person
Dauer: 1 ½ Stunden
Sonstiges: Stirnlampe einpacken

Trail Nr.1

Mission: Nasenaffen nochmal genauer sehen, sonst verlassen wir den Park nicht! Trail Nr. 1 kann vom Anstrengungsgrad definitiv mit Nr. 3 mithalten. 600 Meter bergauf und wir sehen fast noch den Sonnenaufgang. Oben angekommen werden wir mit einem tollen Blick auf den Strand belohnt, allerdings ohne Nasenaffen gesehen zu haben.

Trail Nr. 1 im Bako Nationalpark

Und auch der Weg wieder nach unten ist zu unserer Enttäuschung Nasenaffenfreie Zone. Mist. Aber wie auch die Ranger gesagt haben: Man braucht auch einfach ein wenig Glück.
Kosten: keine
Dauer: 1 ½ Stunden

Trail Nr.2

Wahrscheinlich unsere letzte Chance. Der Weg ist ein bisschen leichter zu laufen. 800 Meter. Nichts. Doch dann haben wir doch ganz am Ende Glück: bestimmt 5 Affen sitzen in den Bäumen und Essen oder springen von Ast zu Ast. Sie sind richtig groß und machen witzige Geräusche, die eher an ein Schwein erinnern. So stehen wir bestimmt eine halbe Stunde da und beobachten diese coolen Tiere. Nasen können wir durch das Geäst erkennen und auch die Farbe. Wir haben sie gesehen und sie waren cool! Weitere Minuten verweilen wir bis Micha sich plötzlich kaputtlacht und auf zwei Affen zeigt, die doch wohl nicht gerade intim Nasenaffenbabys produzieren? Oh doch – und mit was für einer Gelassenheit. Nasenaffen sind also Genießer! Leider waren sie für ein Foto zu weit weg…

Trail Nr. 2 im Bako Nationalpark

Kosten: Keine
Dauer: 2 Stunden
Sonstiges: der Beginn des Trails ist nicht so leicht zu finden. Zunächst geht es erstmal auf Trail Nr. 10 eine lange Holzbrücke entlang bevor auf der rechten Seite ein Schild den Weg zu Trail Nr. 2 weist.

Den Sonnenuntergang am Strand genießen

traumhafter Sonnenuntergang im Bako Nationalpark

2| Was gibt es noch, was wir nicht gesehen haben?

Der Nationalpark hat eine Reihe an Trails zu bieten, unter anderem einen Weg, der zu einem Wasserfall führt und einen Rundweg, auf welchem sich die Pflanzenwelt gut beobachten lässt. Mit ein wenig mehr Zeit oder aber mit einer wesentlich besseren Kondition sind das definitiv interessante Trails. Zu diesem Zeitpunkt in den wir in dem Nationalpark waren, waren einige längere Trails gesperrt. Bestimmt sind hier noch weitere Highlights zu sehen.

3| Unser Food-Guide: Essen im Bako Nationalpark

Im Bako Nationalpark gibt es zu jeder Tageszeit ein Buffet. Hier kann man sich entsprechend bedienen. Toast mit Ei, Nudeln, Pommes und auch für Vegetarier entsprechende Alternativen. Keine große Auswahl, aber für den Nationalpark top. Und das ganze kann man dann mit Blick ins Grüne auf der schönen Terasse einnehmen – mit ein bisschen Glück läuft auch ein bärtiges Wildschwein vorbei.

4| Transport zum Nationalpark von Kuching und zurück

In Kuching fährt ein Bus von der Jalan Masjid zum Bootsterminal. Eine wirkliche Bushaltestelle sieht anders aus, denn wir warten kurz irgendwie vor einem Laden und fragen uns vor Ort durch. Auch die Abfahrtzeiten sind nicht gerade gut hinterlegt. Wir haben Glück, er ist gerade kurz vor Abfahrt (2 PM). Der Bus bringt uns zum Bootsterminal. Den Bako Nationalpark erreicht man nur über ein Boot.
Kosten: Bus von Kuching zum Bootsterminal – 3,50 RM (0,75 EUR) pro Person; Privates Boot – fährt direkt los 80 RM (ca. 17 EUR) pro Person, Touriboot – Wartezeit bis zu 1 ½ Stunden 40 RM (ca. 8,50 EUR) pro Person
Dauer: Bus von Kuching zum Bootsterminal: 1 ½ h; Bootsfahrt – 20 Minuten
Sonstiges: Hände soll man wohl nicht ins Wasser strecken, Krokodile könnten in der Nähe sein.
Alternativen: Bussprinter 5 RM (ca. 1 EUR) pro Person sind in Kuching aber schwierig zu finden, zurück eine einfache Alternative.

5| Unterkunft und Eintritt im Bako Nationalpark

Wir haben eine Übernachtung in einem zweier Zimmer gebucht und haben somit ausreichend Zeit gehabt, ein paar Trails abzulaufen.

Unterkunft Bako Nationalpark

Für uns die optimale Dauer für einen Aufenthalt. Die Bungalows sollte man je nach Season frühzeitig buchen, weil es nur begrenzte Plätze gibt. Auf dieser Seite kann man die Bungalows direkt online buchen: http://ebooking.sarawak.gov.my/eBooking/public/home.htm?lg=en
Eintritt: 50 RM (ca. 10,50 EUR) pro Person
Kosten Bungalow für uns Beide: 50 RM (ca. 10,50 EUR) für eine Nacht