Kuching – zwischen Orang-Utans und Krokodilen

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Da wir in Kuching nur ein paar wenige Tage sind, haben wir von der Katzenstadt nur wenig gesehen. Sie dient für uns eher als Ausgangspunkt für unseren Ausflug zum Bako Nationalpark. Die Stadt und die Umgebung hat aber einiges zu bieten. Nächstes Mal würden wir hier sicher den einen oder anderen Tag verlängern.

1| Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights und Tipps für Kuching

Waterfront

Unser Hostel liegt auf jeden Fall richtig perfekt, denn abends wird einem an der Waterfront so einiges geboten: überall herrscht reges Treiben, die Promenade ist schön beleuchtet und kleine Ständchen laden zum Local-Food ein. Da wir zufällig am Wochenende da sind, bekommen wir zwei Abende Livemusik auf die Ohren. In einer Art Pavillion sind Sitzreihen für ca. 200 Menschen aufgebuat. Am ersten Abend spielt ein traditionelles chinesisches Orchester, am zweiten Abend eine Rock/Pop Band. Die Waterfront ist ein schöner Ort zum Flanieren, Essen gehen und einfach nur zum träumen.

Regierungsgebäude Kuching

Kosten: keine

Dauer: einen schönen Abend

Little China und Little India

Direkt einen Hausblock von der Waterfront entfernt find wir Little China. Einzelne chinesische Läden mit leckeren Kleinigkeiten füllen die Straße. Einen kleinen Walk zwischen den Häusern, dann ist es aber auch schon vorbei.

Direkt zwei Parallelstraßen zur Waterfront finden wir Little India. Hier wuseln sich einige Menschen und hier gibt es einige Klamottenläden, Elektrogeschäfte und natürlich sehr viel Essen und Gewürze. Hier finden wir einen leckeren kleinen Snack und endlich ein Stativ sowie eine Musikbox für unsere weitere Reise.

Kosten: keine

Dauer: 1h

Joe’s Crocodile Farm

Einen weiteren Tag in Kuching haben wir für die Krokodils Farm und die Orang-Utans eingeplant. Es geht früh morgens um 9 Uhr mit dem lokalen Bus zur Krokodilsfarm. In der Croco-Farm gibt es unzählige Krokodile. Kleine und Große, mit Schwanz und ohne, einige andere Tiere.

Eine Eule die direkt in die Kamera blickt

Und zu unserer Verwunderung: Die Anlage ist riesig. In einigen Terrarien liegen die Krokodile gestapelt bestimmt zu 20st übereinander. Ein wirklich schönes Leben haben sie hier vermutlich nicht. Wir sind allerdings für ein besonders spektakuläres Ereignis hier hergekommen: die Fütterung der Krokodile. An einem Becken nehmen wir Platz und warten bis das Spektakel los geht. Auf zwei Seile werden jeweils ein großes Stück Fleisch gespannt, sodass das Publikum die Krokodile auch aus dem Wasser springen sehen kann. (Das hatten wir uns im Vorfeld ein bisschen anders vorgestellt). Anders als vermutet, schwimmen die Tiere nicht direkt auf die Beute zu und streiten sich darum, wer das Fleisch bekommt. Es nähert sich immer nur ein Krokodil dem kleinen Happen, wartet dann sicher 5 Minuten und schnappt dann plötzlich zu. Uns bleibt der Atem stocken, da das wirklich mächtig beeindruckend ist und niemals möchten wir so einem Raubtier ohne genügend Sicherheitsabstand in freier Wildbahn begegnen.

Springendes Krokodil

Kosten: Busfahrt Kuching – Croco-Farm 3,50 RM (ca. 0,75 EUR) pro Person; Eintritt Croco-Farm 25 RM (ca. 5 EUR) pro Person; Rückfahrt

Dauer: Busfahrt bis zur Croco-Farm 1h, Croco-Farm 1 ½ h, Rückfahrt 1h

Sonstiges: Haltewunschtaste im Bus erst drücken, wenn man direkt aussteigen möchte. Bus hält sofort an. Die Croco-Farm kann man sehr gut mit dem Semenggoh Wildlife Center verbinden.

Semenggoh Wildlife Center

Vom Eingang bis zum Fütter-Spot sind es knapp 800 Meter Fußweg. Ob man Orang-Utans zu gesicht bekommt ist wohl tagesabhängig und nicht sicher. Wir wollen es aber dennoch versuchen. Plötzlich bleiben die Menschen auf dem Weg vor uns stehen, zücken ihre Kameras und da ist er, der große Moment: wir sehen das erste Mal einen Orang-Utan in freier Wildbahn und das schon bevor wir überhaupt an dem eigentlich Spot angekommen sind. Das Tier ist riesig und sie aus wie ein Mensch im Affenkostüm. Uns bleibt das zweite Mal heute der Atem weg. Der Affe klettert vom Baum herunter und da kommt schon ein Wärter angeflitzt und wirkt schnell relativ panisch. Wir sollen Platz machen, denn der Affe möchte die Straße überqueren. Keine  5 Meter stehen wir von diesem mächtigen und wunderschönen Tier entfernt . Wir laufen ein Stück weiter die Straße herunter und der Affe macht es sich währenddessen auf der anderen Straßenseite bequem. Ein paar Meter weiter stoßen wir dann auf die anderen Touristen, die schon gespannt auf die Fütterung warten. Ein zweiter sehr unentspannter Wärter kommt auf die Menschentraube zu: „We are in a very dangerous situation – there a two Males coming together. If they are coming together they will fight. If this happens, it’s very bad for us. So stay here and take care of your children.“

Wir fragen uns, ob das nun Teil einer Show ist? Aber sie können ja nicht beeinflussen, wo die Tiere hinlaufen? Bevor wir Zeit haben uns weitere Gedanken zu machen, geht aber schon die Fütterung und eins der schönsten Erlebnisse auf der Reise los: Ein Männchen, Weibchen und ein Baby laufen oder hangeln sich Richtung Bananen. Ritchie, der große Orang-Utan, bleibt direkt an der Quelle sitzen und schiebt sich genüsslich eine Banane nach der anderen rein. Frau und Kind hängen dagegen an den Seilen und toben beim Essen durch die Gegend. Das zu Beobachten treibt uns (ok eher nur Malina) fast die Tränen in die Augen – so faszinieren sind diese Tiere anzusehen. Wir dachten auch gar nicht, dass sie sooo groß sind.

Ein Orang-Utan in freier Wildbahn

Nun ist ein drittes Männchen auf dem Weg zur Futterstelle – „Now this is a really really dangerous situation. If they run into the crowd, you have to run as well.“

Durch die Aussagen der Wärter wirkt der Besuch total spannend, zum Glück passiert aber nichts und wir bekommen nochmal die Chance einen riesigen Orang-Utan beim futtern zu beobachten. Der Wahnsinn! Auf unserem Weg zurück finden wir unseren Freund vom Anfang immer noch am Straßenrand chillen. Was für ein Erlebnis!

Kosten: Grab-Taxi zum Wildlife Center von der Croco- Farm aus 10 RM (ca. 2,50 EUR) pro Person; Eintritt Wildlife Center 10 RM (ca. 2,50 EUR) pro Person; Rückfahrt nach Kuching mit dem Bus 4 RM (0,75 EUR) pro Person.

Dauer: Fahrt mit Grab-Taxi zum Wildlife Center 40 Minuten; Aufenthalt im Wildlife Center 3h; Rückfahrt nach Kuching mit dem Bus 1h.

Sonstiges: Wir haben die Croco-Farm mit dem Wildlife Center verbunden und kommen gegen 13.00 Uhr beim Wildlife Center an. Das Wildlife Center macht aber Mittagspause und deshalb kommt man vor 14.00 Uhr nicht rein. Wir sind in der Pause dann zum Mittag in die nahegelegene Stadt getrampt und wieder zurück. Was ein abgefahrenes Erlebnis.

Um 9.00 Uhr und um 15.00 Uhr sind Fütterungszeiten. Hier sollte man vorbeikommen, um die Orang-Utans zu sehen. Als wir dort waren, haben sie aber sogar schon um 14.30 Uhr mit der Fütterung begonnen.

Aus Kuching fährt ebenfalls ein Bus zum Wildlife Center. Am Besten die Leute in Kuching fragen, da es keine wirkliche Haltestelle gibt.

Der letzte Bus vom Wildlife Center nach Kuching fährt um 16.00 Uhr, danach müsste man auf Alternativen zurückgreifen.

2| Was gibt es noch, was wir nicht gesehen haben?

  • Cultural Village – ein Besuch an einem Ort, an dem viele Kulturen aufeinandertreffen. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir diesen Ort definitiv besucht.
  • Dschungeltrip in den Batang Ai Nationalpark – 4h von Kuching entfernt. Eine Chance Orang-Utans in kompletter Wildbahn zu sehen.
  • Gunung Gading Nationalpark – 2h von Kuching, Besichtigung der weltbekannten Rafflesia, im Vorfeld sollte man sich unter: https://www.sarawakforestry.com/ erkundigen, ob die Blume blüht.
  • Kubah Nationalpark – um vor allem Amphibien, Frösche und Palmen zu sehen.
  • Kuching Wetlands Nationalpark

3| Unser Food-Guide: Essen in Kuching

Wir werden auch hier wieder fündig und möchten auf jeden Fall von diesen beiden Möglichkeiten berichten:

  • The Granary Kitchen + Bar – Dieses italienische Restaurant ist riesengroß, modern eingerichtet und bietet neben leckerem Essen auch von Freitag bis Sonntag Livemusik. Hier sehen wir eine local Band, die mit ihren Songauswahl genau unseren Geschmack treffen. Alle of me und Chasing Cars wünschen wir uns noch und das Trio setzt diese Wünsche auch direkt um. Wunderschön!
  • Indah Cafe Art & Event Space – In dieses kleine Café gehen wir zum Frühstücken. Neben den zig verschiedenen Karten mit einer Auswahl wie auf Bali finden wir besonders die Smoothiebowl toll. Die ganze Zeit bedienen uns die zwei Kinder des Besitzers, die vielleicht gerade mal 5 oder 6 Jahre alt sind. Süüüüüüß.

Zudem gibt es an der Waterfront eine Menge an Möglichkeiten Local-Food zu kosten.

4| Transport: In und rund um Kuching

Vom Flughafen aus fährt ein öffentlicher Bus nach Kuching.

In Kuching kommt man gut ohne Fahrten von A nach B.

Die Ausflüge kann man mit dem Bus sehr gut erreichen, allerdings ich Abfahrzeiten und Ort der Haltestellen nicht durchsichtig. Eine Fahrt mit dem Bus ist allein wegen des Busfahrens zu empfehlen.

Eine gute Alternative für uns waren Grab-Taxis, die wirklich bezahlbar sind. Sie sind zwar nicht so billig wie Busse aber dann doch angenehm.

5| Unterkunft: Dieses Hostel/Hotel können wir für Kuching empfehlen

Wir waren in dem kleinen süßen Hostel: „Kuching Waterfront Loft“ Ein kleines aber sauberes Zimmer mit einer super netten Besitzerin. Ein sauberes Gemeinschaftsbad und für einen kurzen Abstecher in Kuching empfehlenswert und in bester Lage.