Kuala Lumpur – Die Multikulti-Metropole

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Vor unserem Recherche-Tag am Pool in Canggu, haben wir so gut wie nichts über Malaysia gewusst. Aber was wir bisher gehört haben: Malaysia ist großartig und abwechslungsreich. Wir sind auf jeden Fall voller Vorfreude, was uns die nächsten Wochen alles erwartet. Kuala Lumpur, von den Einheimischen liebevoll KL genannt – soll uns den Einstieg in das für uns unbekannte Land erleichtern – Weltstadt, Metropole – wir sind gespannt.

1| Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights und Tipps für Kuala Lumpur

Chinatown

Zwei lange Straßen, überall hängen Lampions und es quetscht sich Laden an Laden. Elektrogeschäfte, Kleidung, Essen, alles. Die Straßenverkäufer fangen gerade als wir gegen 10.00 Uhr vorbeischlendern an, alles aufzubauen und wir genießen diese Atmosphäre. Wir shoppen Postkarten, Wandmagnete und fangen schon mal an, das Loch im Bauch zu füllen.

Verkaufsstand Chinatown

Kosten: keine
Dauer: ca. 1 h

Central Market und Petaling Street

Kaum 100 Meter von Chinatown entfernt wartet der Central Market auf uns. Ein großes Gebäude über 3 Stockwerke verteilt. Mehr oder weniger ein Einkaufszentrum, dessen Läden sich aber so gut wie gar nicht von den Straßenläden in Chinatown unterscheiden. Wir könnten wieder viele indische Gewänder, Durian (Stinkefrucht) oder alle möglichen Andenken kaufen. Für alle Shopping-wütigen in Kuala Lumpur auf jeden Fall eine Attraktion. Wir hatten allerdings mehr auf einen richtigen Markt gehofft. Direkt neben dem Central Market befindet sich die Petaling Street mit super leckere Essensstände und so genießen wir noch den weltbesten Donut aller Zeiten und einen richtig leckeren Fruchtsaft, bevor es weiter geht.

Kosten: keine
Dauer: ca. 1 h

Sultan Abdul Samad Building, River of Life und die Masjid Jamek Moschee

Mitten in der Stadt stoßen wir plötzlich auf dieses schöne Gebäude, umrandet von Wolkenkratzern und vor einer riesige Rasenfläche, dem Merdeka Square.

Sultan Abdul Samad Building

Ein prädestinierter Platz um einmal kurz vom Großstadtgewusel herunterzukommen. Einmal um das Gebäude drumherum gelaufen, finden wir den River of Life. Dieser ist vor allem in den Abendstunden beleuchtet und mit einem nahegelegenen Café auch bei einem Kaffee schön anzusehen. Auch die Masjid Jamek Moschee kann von hier aus bestaunt werden.

River of Life Kuala Lumpur

Kosten: keine
Dauer: 30 min

Petronas Twin Towers & KLCC Garden

Die Petronas Towers und den KLCC Garden besuchen wir am frühen Abend. Es ist gerade noch hell, doch unser Gedanke ist, das Wahrzeichen von Kuala Lumpurs beim Untergehen der Sonne zu beobachten.

Petronas Twin Towers

Ein kleiner Walk und wir stehen auf der anderen Seite der Türme, direkt im KLCC Garden. Dieser ist richtig schön angelegt, Wasserspiele, eine süße Brücke in Mitten des Parks und man hat einen grandiosen Blick auf die Twin Towers. Der Park ist auch bei Joggern sehr beliebt. Je dunkler es wird, desto schöner sind die Türme beleuchtet und nicht nur sie, denn die Fontänen im angelegten See starten gegen 19.30 mit einer einstündigen Lightshow.

Kosten: keine
Dauer: 30 min + Lightshow 1 Stunde ab 19.30

Einen Cocktail auf dem Heli-Landeplatz

Die Heli-Lounge ist die perfekte Location, um den Abend gechillt und with a view ausklingen zu lassen. Im 36. Stock des Menara KH Gebäudes befindet sich die Bar, die tagsüber als Helikopter-Landeplatz funigert. Abends werden ein paar Plastikstühle und -tische sowie ein dürftiges Absperrband aufgestellt und die Musikanlage angeschmissen. Tada, da ist eine der coolsten Rooftop-Bars auch schon fertig. Wir laufen mit einem unserer schicksten Outfits ein und fühlen uns trotzdem noch maximal underdressed. Die zwei Mitarbeiter im Empfangsbereich weisen uns aber ein Glück nicht zurück, sondern weiter Richtung Bar. Und oben ist es ja dann Gott sei Dank auch dunkel. Wir bestellen in der Bar zwei Cocktails zu europäischen Preisen und schnappen uns dann Mojito und Martini (natürlich geschüttelt, nicht gerührt) und laufen die letzten zwei Stockwerke zu Fuß nach oben. Hier hat man einen grandiosen Blick auf die gesamte Skyline inklusive der beleuchteten Petronas Twin Towers und dem wild blinkenden Fernsehturm (so haben wir ihn zumindest genannt), die zu einem einzigen Lichtermeer verschwimmen. Für uns ein wahres Highlight und ein tolles kleines romantisches Intermezzo.

Kosten: Es muss ein Getränk pro Person bestellt werden. Für unsere 2 Cocktails zahlen wir 70 RM (ca. 15 EUR). Ein Wasser kostet hier 10 RM (ca. 2 EUR), welches die billigste Variante wäre.
Dauer: 1,5 h

Little India

Little India bringt uns mit seiner bunten Straße und den vielen Gerüchen in eine andere Welt. Wir schauen in einen Supermarkt rein, in dem man wirklich alles kaufen könnte, inklusive schwarzer Zöpfe. Wir sehen rot/orange Bananen und andere Früchte oder Gemüse, das wir noch nicht mal kennen. Einen kleinen Abstecher in diese vollbepackte eindrucksvolle Straße ist es sicherlich wert.

Kosten: keine
Dauer: ca. 1 h

Der Lakes Park

Was kann uns denn in einem groß angelegten Park so Spektakuläres erwarten? Das haben wir uns zunächst gedacht, doch als wir ein wenig recherchieren, stoßen wir auf viele kleine Themenparks: Vogelpark, Schmetterlingspark, botanischer Garten, Wasserpark und noch ein paar mehr. Unser Spaziergang fängt beim Oriental Garden an. Hier sind wir ganz alleine und können pinke Libellen beobachten.

Weiter geht es zu einem Abschnitt mit einem kleinen See, indem Schildkröten schwimmen, einer schönen Brücke und 2 Hochzeitspaaren, die ein paar Erinnerungsfotos bei gefühlt 35 Grad schießen. Die Kulisse bietet der Abschnitt des Parks definitiv.

Am Vogelpark schlendern wir nur vorbei, der Eintrittspreis ist etwas zu happig. Wobei der Vogelpark der weltweit größte seiner Art sein soll, in dem Vögel frei fliegen können. Durch den Orchideenpark kommen wir bei dem Schmetterlingspark an. Für einen erschwinglichen Preis kann man hier die Schmetterlingsvielfalt sehen, doch leider haben wir nicht genug Bargeld einstecken. Schade, den hätten wir gerne besucht. Nach 3 Stunden haben wir erst den halben Park erobert, was für uns an dem Tag aber schon vollkommen ausreichend ist. Die Hitze ist drückend und langsam kündigt sich der alltägliche Regen an. Der Lakes Park ist eine richtig schöne Abwechslung zu der Großstadt und liebevoll angelegt. Hier kann man wunderbar einen gemütlichen Tag verbringen.

Kosten: grundsätzlich kostenlos, Eintritt Schmetterlingsfarm 30 RM (ca. 6,50 EUR) pro Person, Eintritt Vogelpark 80 RM (ca. 17 EUR) pro Person
Dauer: bis zu einem Tag
Sonstiges: im Lakes Park kann man nur mit Bargeld zahlen

Die Nationalmoschee (Masjid Negara)

In jedem Land möchten wir gerne Kultur und Religion so nahe wie möglich kommen, also führt uns unser Weg zur Masjid Negara. Am Eingang können wir uns Kutten ausleihen. Malina muss ihr Mützchen auch über den Kopf ziehen. Von einem Freiwilligen werden wir vor dem großen Gebetsraum herzlich empfangen.

Gebetsraum Nationalmoschee

Ohne groß die Möglichkeit gehabt zu haben uns in Eigenregie umzusehen, werden wir von dem Mann über den Koran aufgeklärt. Er blättert einzelne Seiten auf und erzählt uns, was dort steht. Ungefähr 10 Minuten bekommen wir eine Einführung in die wichtigsten Themen, ohne je danach gefragt zu haben. Diese freiwilligen Helfer meinen es aber nur gut und wollen ihren Glauben weitergeben. Der Gebetsraum ist gigantisch und hat eine ganz besondere Atmosphäre. Die Ruhe und die betenden Menschen machen den Besuch zu etwas Speziellem.

Kosten: keine
Dauer: 30 min

Die Batu Caves & Dark Caves

Vor den Batu Caves tümmeln sich hunderte Touristen und ein riesiger Schwarm an Tauben. Diese werden mit Brotkrümeln angelockt, um dann das perfekte Foto zu schießen. Hauptsächlich Chinesen beglückt das Füttern der Luftbombern. Ein richtig witziges Spektakel, wenn man bedenkt, was für ein Standing Tauben in Deutschland haben.

Statue vor der Batu Cave

Unübersehbar steht die knapp 43 Meter hohe goldene Statue von Murugan vor den 272 Stufen, die hoch zu den Batu Caves führen. Auf den Treppen springen einige Makaken durch die Gegend und klauen den Menschen das Essen, wenn sie gerade unaufmerksam sind. Die Stufen ziehen sich etwas und sind ganz schön steil. Die Höhlengegend am Ende der Stufen ist hell beleuchtet, riesige Hallen, alles aus Stein inmitten eines Berges.

Ein Naturspektakel und doch noch wesentlich beeindruckender sind die naturüberlassenen Dark Caves. Eine dunkle Höhlenanlage, die man nur mit Guide begehen darf. 200.000 Fledermäuse, ekelig kleine Käfer und Spinnen und was sich nicht noch alles hier finden lässt. Stalagmiten, Stalagtiten und eine unglaubliche Dunkelheit. Inmitten der Höhle machen wir alle Lichter aus und es ist einfach stockdunkel. Egal ob Augen offen oder geschlossen: nichts. Es quietscht überall, die Fledermäuse machen einen riesigen Lärm, obwohl wahrscheinlich nur ein Bruchteil von ihnen wach ist. Wenn wir hoch zu den lichteinfallenden Löchern schauen, dann können wir sie fliegen sehen. Ab 17:00 Uhr kann mir hier keine
Führung mehr machen, weil es dann nur noch Guano regnen würde. Es ist verrückt – als wir wieder aus der Höhle kommen, ist es wie als wären wir gerade nicht auf diesem Planeten gewesen.

Kosten: Einzelne Fahrt von Kuala Lumpur 2,30 RM (ca. 0,50 EUR) pro Person, Eintritt Dark Caves 45 RM (ca. 10 EUR) pro Person
Fahrt von Kuala Lumpur  Central: Zug von Kuala Lumpur Central bis Batu Caves (ca. 1 h). Schnellere Alternativen allerdings auch teurer sind natürlich ein Taxi oder ei Grab. Ein Bus fährt auch zu den Batu Caves, dauert dann aber noch länger.
Dauer: ca. ½ Tag
Sonstiges: am besten einen eigenen Sarong mitbringen. Anderenfalls kommt eine kleine Ausleihgebühr als Eintritt hinzu.

Bukit Bintang, Bintang Walk und Jalan Alor

Die Party und Touri-Meile in Kuala Lumpur. Wir passieren McDonalds, Zara und viele andere Gebäude mit Marken, die aus Europa so bekannt sind, dass wir uns fast heimisch fühlen. Stuttgart nur anders. Wir finden den Bintang Walk, der einfach nur ein überdachter Fußweg ist und den Nachtmarkt Jalan Alor. Hier sind so einige kleine Straßenläden aufgeklappt, an denen man vor allem Essen, Durians und noch mehr Essen kaufen kann. Der Rest des Jalan Alor Markets besteht eher aus weiteren Restaurants, die sich wie an einer Strandpromenade aneinanderreihen.

Jalan Alor Nightmarket

Ein Straßenmusiker nimmt uns die Entscheidung für die Restaurantwahl ab. Auffallend ist, dass teilweise Menschen mit Behinderung im Rolli und einem Mikrofon durch die Gegend kurven und Karaoke singen. Etwas verrückt das Ganze und ziemlich crowded, aber definitiv einen Besuch wert.

Kosten: Einfache Fahrt 5 RM (ca. 1,15 EUR) pro Person
Fahrt von Kuala Lumpur Central: Mit der Straßenbahn (ca. 20 min)
Dauer: ca. 2 h

2| Was gibt es noch, was wir nicht gesehen haben

Wir hatten uns noch weitere Highlights rausgesucht, die wir allerdings nicht mehr geschafft hatten, wir aber gerne gesehen hätten. Tempel Sri Mahamariamma, Holy Rosary Church, ASEAN Sculpture Garden und die Nachtmärktchen: Jalan Raja Alang und Kampung Baru.

3| Transport: In und rund um Kuala Lumpur

Bus und Bahn: Grundsätzlich kommt man in Kuala Lumpur sehr gut und günstig mit den Öffentlichen (Bus/Bahn) von A nach B. Wenn man einmal etwas nicht gleich findet, sind die Einheimischen sehr schnell bereit auf Nachfrage zu helfen.

Taxi: Taxifahrten sind in Kuala Lumpur auch bezahlbar. Wir haben einzelne Fahrten mit Taxometer gemacht. Ohne Taxometer sind die angesetzten Preise viel zu hoch angesetzt und wir haben uns entweder zum Laufen oder zum Verhandeln entschieden. Aber auch beim Verhandeln haben wir immer mehr gezahlt als eigentlich gerechtfertigt gewesen wäre.

Grab: Mit Grab und mobilem Internet kommen wir vor allem abends sicher und ohne Komplikationen von A nach B. Es sind faire Preise und wirklich nette Fahrer.

4| Unterkunft: Dieses Hostel/Hotel können wir in Kuala Lumpur empfehlen

Unsere Unterkunft, das Hotel Sentral 2, befindet sich in Bricksfield. Das hört sich erst einmal wie ein Vorort in New York an aber befindet sich in einer guten Lage in Kuala Lumpur, nur 5 Minuten von der Central Station entfernt. Das Hotel hatte ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und für uns ausreichend.

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