Malediven – nicht jede Insel hat einen Traumstrand

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Da wir auf unserer Reise einen Stopp in Sri Lanka einlegen, sind wir auch von den Malediven nicht mehr weit entfernt. Das können wir uns nicht entgehen lassen. Vor allem wollten wir schon immer mal auf die Malediven – wer träumt denn nicht davon diese unglaublich schönen Strände mit dem türkisenen Wasser zu besuchen? Die Chance ist also einmalig und vor allem wesentlich preisgünstiger als von Deutschland aus. Kurzerhand ist entschieden: wir machen einen Abstecher auf die Inselgruppe! Nach einiger Recherche entscheiden wir uns für die Insel Maamigili.

1| Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights und Tipps für die Malediven

Auf welche maledivische Insel möchten wir denn?

Ja, hier stehen wir erst Mal vor einer riesigen Blackbox. Denn die Malediven bestehen aus 1190 Inseln, 220 davon sind bewohnt. Wie soll man also vorgehen, um sich für eine passende Insel zu entscheiden? Vornweg: die perfekte Lösung haben wir auf jeden Fall noch nicht gefunden, möchten aber trotzdem unsere Erfahrungen teilen.

Wir haben auf Agoda und Booking nach dem Preis gefiltert und für < 30,00 EUR die Nacht, blieben sowieso nur noch wenige Inseln übrig. Eine bekannte Insel ist die Maafushi, auch die Gefängnisinsel genannt, weil es hier tatsächlich ein Gefängnis gibt. Diese bietet einige Unterkünfte an. Auf der Insel ist viel Trouble – daher ist diese für uns herausgefallen. Wir wollten lieber eine kleine und ruhigere Insel. Wir sind davon ausgegangen Malediven = Malediven, also dass eben jede Insel ein Kracher ist. Und deshalb haben wir dann nur nach dem Hotel ausgewählt. Leider sieht die Realität dann doch anders aus. Vor allem die Inseln mit den teuren Ressorts haben die langen Sandstrände, Holzstege bis hunderte von Metern ins Meer und sie glänzen mit unglaublichem Service.

Die Inseln mit bezahlbareren Alternativen hingegen können das nicht alle vorweisen. Für Maamigili haben wir im Vorfeld Bilder im Internet recherchiert und Bewertungen gelesen, allerdings kaum aussagekräftige Quellen gefunden. Also mussten wir uns auf die Bilder verlassen, die uns geboten wurden.

Und dann kam auf der Insel der Schock, denn Maamigili hat überhaupt nicht unseren Erwartungen entsprochen.

Die Insel Maamigili war nicht die richtige Entscheidung

Sie ist innerhalb von 20 Minuten einmal zu umrunden. Leider ist es aufgrund des Flughafens und des Hafens nicht möglich komplett am Strand außen herum zu laufen. Viel zu sehen gibt es leider sonst auch nicht. Ein paar kleine Gässchen, die in der Off-Season wie ausgestorben wirken, ein paar Courts zum Fußball und Basketball spielen und 2 lokale Restaurants. Wir sind tatsächlich etwas enttäuscht. Der Bikini Beach von Maamigili ist der einzige kurze Abschnitt auf Maamigili, wo wir ins Wasser könnten. Der Strand ist kurz und leider auch ziemlich vermüllt. Die türkisene Farbe des Wassers kann das leider nicht ganz kompensieren. Fazit: diese Insel können wir definitiv nicht empfehlen.

Größtes Glück im Unglück: Übersetzen auf Holiday Island

Unser Highlight und unsere Rettung für unseren Maledivenstopp. Wir fahren von Maamigili nicht mal eine Minute mit einem kleinen Boot auf die nahegelegene Holiday Island. Sie ist zwar nicht wirklich größer, allerdings steht hier ein Ressort und die Insel ist genauso, wie man sich die Malediven vorstellt. Ein ewig langer Sandstrand, hunderte an Metern türkisblaues Wasser, ein Holzsteg um ins Meer zu laufen und ausreichend Plätze um sich wohl zu fühlen.

Luxus, aber für Tagesbesucher wie wir es sind, bezahlbar. Denn anstelle von Eintritt müssen wir „nur“ hier essen. Von unseren 5 Tagen auf den Malediven, verbringen wir hier 3 Tage und einen Abend. Wir baden mehrere Stunden in dem unglaublichen Wasser, liegen am Strand und fühlen uns pudelwohl.

Kosten: Überfahrt zur Holiday Island – kostenlos; Eintritt – 25$ (ca. 21,00 EUR) pro Person, alternativ konnten wir Lunch oder Dinner auf der Insel essen, dann müssen wir den Eintritt nicht zahlen. So kommen wir an einem Tag auf etwa 30$ – 40 $ für uns beide. Das ist natürlich nicht gerade günstig, aber immerhin noch billiger, als wenn wir Eintritt gezahlt hätten und Essen muss man ja natürlich sowieso. Fazit hier: diese Insel war wirklich ein absoluter Traum. Wenn man die finanziellen Mittel hat, um sich im Ressort ein Zimmer zu leisten, wird das mit Sicherheit ein toller Aufenthalt.

Sonstiges: Auf der Insel ist die bevorzugte Währung Dollar. Wir hatten am Flughafen maledivische Rufiya abgehoben mit den wir auch bezahlen können, bekommen als Wechselgeld allerdings Dollar.

2| Was gibt es noch, was wir nicht gesehen haben

Schnorcheln, Tauchen oder eine Whalesharks-Tour sind hier sehr beliebt. Für uns war es zu teuer, die Touren haben bei 30 $ (ca. 25,00 EUR) pro Person angefangen.

3| Unsere Tipps für die Wahl der richtigen maledivischen Insel:

  • Wer es sich leisten kann, sollte sich eine der Resort-Inseln aussuchen
  • Bei Nicht-Resort Inseln am besten auf Empfehlungen vertrauen
  • Im Nachgang haben wir gedacht, man hätte auch bei Instagram Leute anschreiben, die gerade auf den Malediven waren und nach Empfehlungen fragen können
  • Immer fragen, ob es einen Bikini-Beach gibt (denn sonst heißt es: Tshirt und Hose zum Schwimmen anziehen)
  • In Erfahrung bringen, weile Essensmöglichkeiten es auf der Insel gibt
  • Im Vorfeld erkundigen, welche Transportarten es zu der Insel gibt (Wasserflugzeug ist super teuer und Speedboot und Fähre fahren nicht an allen Tagen und oft zu seltsamen Uhrzeiten)
  • Eine Insel nicht direkt bei Malé wählen, da es sonst aufgrund des Flughafens so laut ist. Aber auch nicht zu weit weg, da der Transport zu der eigentlichen Insel dann auch nochmal schnell 7 h mit der Fähre dauern kann.

4| Transport: In und rund um die Malediven

Zu der Inselgruppe ist der erste Weg selbstverständlich mit dem Flieger. Angekommen auf Malé hatten wir verschiedene Möglichkeiten unsere Insel (Maamigili) zu erreichen.

  • Flieger: Nicht viele Inseln haben einen Flughafen, Maamigili hat einen und deshalb auch per Propellermaschine erreichbar. Abflugzeiten sind 9.45 Uhr und 14.00 Uhr auf Malé. Kosten liegen bei 96 $ (ca. 81,00 EUR) pro Person – one way – und dauert 20 Minuten.
  • Speedboat: Von Malé fährt das Speedboat um 15.00Uhr. Kosten liegen bei 50 $ (ca. 42,00 EUR) pro Person – one way – und dauert 2h.
  • Fähre: Von Malé fährt die Fähre gegen 7.00 Uhr. Kosten liegen bei 35 $ (ca. 30,00 EUR) pro Person – one way – und dauert 6h.

Je nach Insel werden die Dauer und die Abfahrtzeiten variieren.

5| Unterkunft: Dieses Hostel/Hotel können wir für die Malediven empfehlen

Mit einer gefüllten Portokasse ist ein all-inclusive Resort sicher die beste Lösung für die Malediven um den Traum der unzähligen tollen Bilder nachempfinden zu können. Das Resort Holiday Island sah richtig schick aus und wäre für uns eine tolle Unterkunft gewesen.

Fazit:

Die Malediven sind für uns wirklich der absolute Wahnsinn und die Szenerie hat uns jeden Tag aufs Neue die Sprache verschlagen. Allerdings war es für uns doch nicht so ein Schnäppchen wie wir gedacht hatten, denn es gab zwei versteckte Kostenfallen: 1. Der Transport vom Flughafen und wieder dorthin und 2. Die Zusatzkosten für das teurere Essen auf Holiday Island. Mit einer näheren Insel und einer besseren Planung des Transports könnte man diese Kosten aber bestimmt umgehen.

Sonstiges:

Die Malediven sind sehr muslimisch geprägt. Alle Frauen waren auf unserer Insel verschleiert und komplett in schwarz gekleidet.