Ella – Die Ruhe-Oase im Hochland von Sri Lanka

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Ella ist ein kleines Städtchen im Herzen von Sri Lanka und eine richtige Wohlfühl-Oase. Wo man nur hinschaut ist es grün. Wir verbringen 3 Tage in diesem schönen Örtchen und genießen die Atmosphäre und erholen uns von dem Trubel in Kandy. Wir haben ein kleines süßes Hotel gebucht, von welchem wir einen schönen Ausblick auf den Ella Rock haben und Rund um uns herum nichts ist – außer grün.

Die frische Luft, die Stille, das gute Essen und tatsächlich auch die 2 verregneten Tage sorgen für eine entspannende und kuschelige Stimmung, die uns richtig gut getan hat. Funfact 1: hier fällt paar Mal am Tag in der gesamten Stadt der Strom aus. So kommt es vor, dass wir im Dunkeln im Restaurant sitzen oder 15 Minuten länger auf unser Essen warten, da die Stromversorgung gerade nicht gegeben ist. Funfact 2: In Ella streunen egal ob 3- oder 4-beinig überall Hunde herum. Sogar oben auf dem Little Adam’s Peak liegen sie in der Sonne und halten ihr Mittagsschläfchen. Wir haben sie aber alle ganz friedlich erlebt.

1| Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights und Tipps für Ella

Little Adam’s Peak und 98 Arches Resort

Vom Stadtzentrum in Ella aus sind wir die Straße Richtung Little Adam’s Peak entlang gelaufen. Vorbei an kleinen Unterkünften, Restaurants und Häusern. Nach einer Weile finden wir uns dann zwischen Teeplantagen und mit einem tollen Ausblick auf den Ella Rock wieder. Der Weg schlängelt sich den Berg entlang und die letzten 10 Minuten legen wir einige Treppen zurück, bevor wir oben schwer schnaufend ankommen. Wir hatten gedacht, dass es eher ein kleiner Spaziergang ist, aber die letzten Meter haben es dann doch in sich. Aber wie so oft, werden wir oben dann mit einem gigantischen Blick über die Ebene belohnt.

Als sich unsere Atmung wieder normalisiert hat und wir den Ausblick ausgiebig genossen haben, laufen wir die paar Treppen und den Weg, aus welchem wir gekommen sind wieder herunter. Nach ein paar Minuten stoßen wir auf ein Schild, welches den Weg zum 98 Arches Resort zeigt. Diese Hotelanlage ist groß und luxuriös angelegt. In dem Restaurant gönnen wir uns etwas zu trinken, genießen ein angenehmes Lüftchen und den fantastischen Blick in die Ebene und den Little Adam’s Peak.

Kosten: keine

Dauer: eine knappe Stunde Fußweg von Ella zum Little Adam’s Peak

Nine Arches Bridge

Vom 98 Arches Ressort geht es zu Fuß weiter. Wir passieren die Teefabrik und stoßen dann auf der linken Straßenseite auf eine Weggabelung. Eine nette Dame in einem Verkaufshäuschen sagt uns, dass wir den Weg ganz links einschlagen müssen. Und nach ein paar Metern erblicken wir sie: die Nine Arches Bridge. Nachdem wir hier an einem kleinen lokalen Restaurant vorbeikommen hilft uns wieder eine Einheimische weiter, den richtigen Weg zur Nine Arches Bridge zu finden. Ein kleiner Trampelpfad, der nicht wirklich aussieht, als würde er irgendwo hinführen, soll aber angeblich der richtige sein. Und tatsächlich. Nach nur wenigen Minuten sind wir auf Höhe der Schienen und können von dort aus den besten Fotospot ausfindig machen.

Kosten: keine, mit dem Tuk Tuk von Ella zur Nine Arches Bridge 600 LKR (ca. 3,50 EUR)

Dauer: vom Little Adam’s Peak ca. 20 Minuten, aus Ella mit dem Tuk Tuk 20 Minuten, zu Fuß ca. 1 h

Sonstiges: Möchte man die Nine Arches Bridge mit Zugüberfahrt begutachten sollte man gegen 11.00 Uhr oder gegen 15.00 Uhr am Spot sein.

Ella Parade

Wir haben tatsächlich sehr viel Glück mit unserer Ankunft in Ella. Denn heute ist Wesak Poya – ein buddhistischer Feiertag und es findet eine große Parade statt, die es nur einmal im Jahr zu bestaunen gibt. Trotz / h Zugfahrt wechseln wir in rasender Geschwindigkeit unsere Klamotten, denn das Spektakel soll gleich schon losgehen. Wir suchen uns an der Hauptstraße ein Restaurant aus, bestellen das langersehnte westliche Essen und warten darauf bis es los geht. Plötzlich gehen Peitschenschläge durch die Luft und ganz Ella hat sich am Straßenrand eingefunden. Da geht es auch schon los: wie bei einem Faschingsumzug in Deutschland gibt es unzählige verschiedene Gruppen. Alle haben wunderschöne Kostüme an mit ganz viel Liebe zum Detail. Von Jung bis Alt – alle Altersgruppen sind hier vertreten. Es wird getanzt, gesungen und Musik gemacht. Und sogar einige Elefanten sind Teil der Show.

Das finden wir nicht ganz so cool, allerdings haben die Elefanten hier in Sri Lanka einen ganz hohen Stellenwert. Der Elefantenbulle darf sogar nicht einfach so auf der Straße laufen, sondern bekommt einen weißen Teppich ausgerollt. Lustigerweise: gleich zwei Elefanten zeigen direkt auf Höhe von unserem Sitzplatz, was sie von dem ganzen Spektakel halten und entledigt sich mitten auf der Straße. Das beirrt die meisten Paradenteilnehmer aber nicht sonderlich und sie laufen alle (barfuß übrigens) zielstrebig mitten hindurch. Die Parade geht tatsächlich eine ganze Stunde und die Gruppen überbieten sich immer und immer wieder von ihrer Ausgefallenheit der Kostüme und ihren Tanzeinlagen.

2| Was gibt es noch, was wir nicht gesehen haben

  • Ella Rock – Wir waren schlichtweg zu fertig, um auf den Ella Rock zu wandern. Die Wanderung von Ella bis zum Felsen hoch soll 2 Stunden dauern und es doch einigermaßen in sich haben. Außerdem soll der Weg wohl nicht so einfach zu finden sein, daher ist es am besten man bucht eine Tour mit einem Guide oder lässt sich den Weg genaustens erklären.

  • Teefabrik – Zwischen dem Little Adam’s Peak und der Nine Arches Bridge kann man noch einen kleinen Stopp bei der riesigen Teefabrik einlegen. Wir haben schon in den Cameron Highlands eine Teefabrik besucht und sie daher ausgelassen.
  • Der Wasserfall direkt an der Hauptstraße – Mit dem lokalen Bus fährt man 20 Minuten bis dorthin (eine Attraktion für Lauffaule!). Ein mächtiger Wasserfall, den wir leider nur aus dem Bus heraus gesehen haben.

3| Unser Food-Guide: Essen in Ella

Es gibt eine lange Straße in Ella, in welcher sich Restaurant an Restaurant reiht. Die meisten davon sind sehr westlich orientiert und bieten Sandwiches, Burritos, Burger, Pizza und Pasta an. Wir haben 5 Restaurants ausprobiert und es hat wirklich in jedem super gut geschmeckt. Von den Kriterien: Atmosphäre, Essen und Location empfehlen wir folgende Reihenfolge:

  • La Ella Breeze
  • Guru
  • Reincination
  • 360°
  • Chill Bar
  • Ice Cube

Für ein Essen zahlen wir hier ein bisschen mehr als in einem lokalen Restaurant: bis zu 1000 LKR (ca. 5 EUR) für ein Gericht.

4| Transport: In und rund um Ella

Wir sind von Kandy mit dem Zug gefahren und haben dafür 7 Stunden gebraucht. Den Artikel über die Zugfahrt gibt es hier. In Ella kannst sind viele Attraktionen fußläufig erreichbar. Tuk Tuks sind überall fahrbereit, falls es weiter weg gehen sollte oder die Lust auch mal gegangen ist. Mit den öffentlichen Bussen kann man zum Wasserfall oder auch in die weiteren Orte fahren. Nach Mirissa fahren wir mit dem Bus und zahlen dafür nur 280 LKR (ca. 1,60 EUR) pro Person. Alternativ kann man diese Strecke auch mit dem Taxi zurücklegen, diese kostet 10.000 LKR (ca. 54,00 EUR).

5| Unterkunft: Dieses Hostel/Hotel können wir für Ella empfehlen

Wir haben im Tea Garden Hotel Inn geschlafen und waren super zufrieden. Wir hatten einen tollen Ausblick Mitten ins Grüne und Raju hat sich total nett um uns gekümmert und jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Alle haben sich sehr bemüht und es gab auch ein ganz ordentliches Frühstück. Einziger Abstrich: an einem Abend haben wir einen halben Zoo in unserem Zimmer gehabt. Das ekligste war eine riesen Spinne, das süßeste ein Glühwürmchen.